Montag, 5. Februar 2018

Die Scheich Zayid Moschee in Abu Dhabi

Die Scheich Zayid Moschee in Abu Dhabi ist die größte Moschee der Vereinigten Arabischen Emirate und die achtgrößte der Welt.
Mit ihren Maßen von 224 mal 174 Metern bietet sie Platz für 40.000 Gläubige.



Die vier Minarette der Moschee, die nach dem ersten Präsidenten der Vereinigten Arabischen Emirate benannt ist, sind 107 Meter hoch.




Den schönen Platz im Inneren der Moschee, der von Wandelgängen umgeben ist, durften wir Touristen nicht begehen, obwohl wir natürlich am Eingang unsere Schuhe ausziehen mussten.





Vor dem Gebetssaal konnte man hier Wasser trinken.


Eine Halle vor dem Gebetssaal mit Kronleuchter, der wie alle anderen Kronleuchter der Moschee in Deutschland hergestellt wurde.

 


Der Gebetssaal ist mit dem größten handgeknüpften Teppich der Welt aus dem Iran ausgelegt.
Die Touristinnen, die am Eingang mit der vorschriftsmäßigen Verhüllung ausgestattet wurden, ließen sich sehr gerne damit fotografieren.
Ein paar männliche Chinesen besuchten auch als verkleidete Araber die Moschee, was von den Wachleuten akzeptiert wurde.


Am Ende meines Besuches gab es noch Eis aus Kamelmilch und diesen leckeren Schokoladenkuchen im Café der Moschee.


Sonntag, 4. Februar 2018

Die schnellste Achterbahn der Welt

Die schnellste Achterbahn der Welt hat einen sehr angemessenen Standort, die Ferrari World in Abu Dhabi.


In den ersten 5 Sekunden der Fahrt wird man auf 240 km/h beschleunigt. Ich vermute mal, dass ein Formel Eins Bolide nicht viel schneller beschleunigt.
https://m.youtube.com/watch?v=xb7I33AiCvQ&feature=youtu.be



Die Ferrari World ist ein Mischmasch aus aufregenden Fahrerlebnissen, schönen Animationen der virtuellen Welt (z. B. ein Flug über Italien) und natürlich vielen roten Autos! 😀


Auch die Konstruktion der riesigen Halle ist ein Meisterwerk.



Der Formel Eins Fahrsimulator war sehr ernüchternd. Ich habe zahlreiche Kurven der Rennstrecke bei diesen hohen Geschwindigkeiten viel zu spät gesehen und somit des öfteren mein verdammt teures Fahrzeug vollständig geschrottet! ☹️



Die Kartbahn war dagegen langweilig, da der Fahrbahnbelag viel zu glatt war und man somit auch schon bei geringen Geschwindigkeiten ins Schleudern kam.


Wie ich von Harro erfahren habe, hat Enzo Ferrari bei Alfa Romeo seine Ausbildung gemacht und vielleicht auch aus Dankbarkeit für diesen Einstieg in den Autobau steht ein wunderschöner Alfa in der Ferrari World in Abu Dhabi.


Samstag, 3. Februar 2018

Der Louvre in Abu Dhabi (Teil 1)

Der Louvre in Abu Dhabi wurde 2017 eröffnet und er hat auch architektonische Ähnlichkeiten zu


seinem großen Bruder in Paris bei seiner Eröffnung im 18. Jhd.


Viele Ausstellungsstücke sind Leihgaben aus Frankreich, doch die aus Pakistan stammende Frauenfigur aus dem 3. Jahrtausend v. Chr. gehört dem Museum in Abu Dhabi.


Schmuck war den Menschen schon immer wichtig, wie diese über 4000 Jahre alte Halskette aus dem Iran zeigt.


Ohne die Entwicklung von Schriften wäre der Aufbau von Zivilisationen sicherlich nicht möglich gewesen.
Hier ein ägyptischer Grabstein aus dem 2. Jahrtausend v. Chr.


Der Louvre in Abu Dhabi liegt direkt am Persischen Golf.


Eine Sphinx aus Kalkstein, der in Millionen von Jahren aus toten Meerestieren entstanden ist.


Auch die Kulturen Afrikas haben ihren Platz im arabischen Louvre.
Hier eine Darstellung aus Messing eines Königs des Königreiches Benin, das im Südwesten Nigerias existierte.


Die Keramikbüste eines katholischen Märtyrers aus dem 15. Jhd.


Eine ca. 2000 Jahre alte Frauenfigur aus Mexiko.


Der Louvre in Abu Dhabi (Teil 2)

Dieses berühmte Bild von Napoleon Bonaparte war ein beliebter Hintergrund für Selfies der zahlreichen Besucher aus aller Welt.


Mein chinesisches Sternzeichen Drache als bronzene, über 2000 Jahre alte Skulptur aus dem Norden Chinas.


Ein goldenes Armband mit Löwenköpfen aus dem Iran um 700 v. Chr.



Ein bronzenes Aquamanile aus dem Norden Deutschlands um das Jahr 1200.


Osiris, der ägyptische Gott der Unterwelt um 1000 v. Chr.



Donnerstag, 1. Februar 2018

Johannesburg (Teil 1)

Johannesburg ist die größte Stadt Südafrikas. Sie liegt auf einer Höhe von ca. 1700 Metern und wurde erst 1886 gegründet, als hier eine Goldader entdeckt wurde, deren gigantische Ausmaße bis weit in den Süden Südafrikas und in eine Tiefe von etwa 4 Kilometern reichen.


Zahlreiche Gebäude der City von Johannesburg gehören einem der größten Bergbaukonzerne der Welt, AngloAmerican, einer britisch-südafrikanischen Firma.


Gold, Kupfer und Zinn wurden schon im ältesten südafrikanischen Königreich Mapungubwe gewonnen und dieses ca. 15 cm lange, etwa 1000 Jahre alte Nashorn aus purem Gold ist das berühmteste Zeugnis des Könnens der damaligen Goldverarbeiter.


Der Goldrausch ließ Johannesburg sehr schnell wachsen und hielt länger als erwartet an, weshalb Johannesburg zur größten Stadt der Welt wurde, die weder an einem Fluss oder am Meer liegt.
Heute leben schätzungsweise 12 Mio. Menschen im Großraum Johannesburg.


Mit solchen Stempelmühlen wurde das goldhaltige Gestein zunächst zertrümmert, dann fein gemahlen und schließlich mit Chemikalien das Edelmetall extrahiert.


Viele gelbe Berge, die aus dem Abraum der Goldgewinnung stammen, prägen auch heute noch das Stadtbild südlich der City Johannesburgs. Sie wurden begrünt, um zu verhindern, dass der Wind den Staub in die City trägt, da der durch die Chemikalien verseuchte und gelb gefärbte Abraum nicht gerade gesundheitsfördernd ist.


Johannesburg ist auch das Finanzzentrum des südlichen Afrikas und die Banken residieren natürlich in den schönsten Gebäuden der City.


Es gibt aber gleichzeitig viele leerstehende Geschäftshäuser und Wohnungen im Zentrum, was sicherlich auch eine Folge des schwachen Wachstums der südafrikanischen Wirtschaft ist.


Trotz einer Arbeitslosenquote von 25-30 % kommen viele Migranten aus afrikanischen Ländern nach Südafrika, die hier am Innenministerium für eine Arbeitserlaubnis anstehen.


Johannesburg (Teil 2)

Der Norden Johannesburgs ist ein Meer aus Bäumen, unter denen sich die Villen der reichen Weißen verstecken, die jedoch zunehmend von wohlhabenden Muslimen und Schwarzen gekauft werden.
Im Bild sieht man auch eine neue Moschee, die in diesem Gebiet erbaut wurde.



Mehrere Privatschulen befinden sich in den nördlichen Stadtteilen, wobei diese im Bild sogar ein eigenes Schwimmbad und einen Rugby-Platz hat.
Nach dem Ende der Apartheid 1994 haben viele Weiße auch ihre Firmensitze aus der City in den Norden Johannesburgs verlegt.
Während der Apartheid durften Schwarze das Zentrum nur betreten, wenn sie dort zu arbeiten hatten.


Südwestlich der City befindet sich Soweto (South Western Townships).
Ca. 4 Mio. Menschen leben dort, wobei wir auf unserer Tour hauptsächlich die Häuser der Mittelschicht (im Bild) gesehen haben. Die selbst gezimmerten Hütten der Unterschicht aus Wellblech und die größeren Häuser der Oberschicht der Townships waren deutlich in der Minderzahl.
In den Townships von Port Elizabeth waren dagegen noch viel mehr Wellblechhütten zu sehen. Vielleicht wollte man uns diese Gebiete im riesigen Johannesburg aber einfach nur nicht zeigen!?


Zwischen dem Zentrum und den nördlichen Stadtteilen wurde neben den alten Gefängnissen, in denen auch die Rechtsanwälte Mahatma Gandhi und Nelson Mandela Haftstrafen verbüßten, das Verfassungsgericht Südafrikas gebaut.
Mahatma Gandhi lebte 21 Jahre in Südafrika und kämpfte dort hauptsächlich für die Gleichstellung seiner indischen Landsleute, die in Südafrika ähnlichen Diskriminierungen wie die Schwarzen ausgesetzt waren.
Im Vordergrund des Bildes sind die Toiletten der Gefangenen zu sehen.


Dies hier sind die ca. 2 Quadratmeter großen Isolationszellen für aufmüpfige Gefangene und gleich nebenan war ein Folterraum vorhanden.


Von den alten Gefängnissen, die sich auf einem Hügel befinden, sieht man die City Johannesburgs und im Vordergrund eine öffentliche Toilette, die von Obdachlosen in Beschlag genommen wurde.