Samstag, 15. Juli 2017

Weitere Eindrücke aus Laos

Der Mekong und die vielen anderen Flüsse sind der Treibstoff für die gute wirtschaftliche Entwicklung von Laos, denn die Wasserkraftwerke, die mit chinesischer Hilfe gebaut werden, garantieren dauerhafte Einnahmen durch den Stromexport nach China und Thailand.
Und trotzdem blieb der Charme der Flüsse bisher erhalten.


Wie auf allen Märkten in Südostasien wird auf Kühlung kein Wert gelegt und zumindest mein Magen hatte damit bisher kein Problem.


Der ADAC ist in Laos ein blauer Engel.


Die Fahrten mit den Motorrollern um die Karstberge bei Vang Vieng waren nicht immer so bequem wie hier.


Vang Vieng ist auch eine Partystadt mit Tubing, Zip-Line, Buggy-Touren und Pizza, die auf besonderen Wunsch mit Cannabis gemacht wird.
https://m.youtube.com/watch?v=JjYDh90180g


Kat, deren laotischer Vorname Chansouk ist, mit den Kindern ihrer Schwester.


Und immer wieder Dschungel, Dschungel, Dschungel, wobei


während der Fahrt von Luang Prabang nach Vang Vieng dann auch größere Rodungen zu sehen waren als weiter nördlich.


Einer der vielen Stände, an denen die Laoten sich ihr Essen zusammenstellen und dann nach Hause mitnehmen.


In Vang Vieng gab es aber auch zahlreiche Buden mit belegtem Baguette, Pancakes und Burgern für die sparsamen, jungen Backpacker.


Die faszinierenden Karstberge im Norden von Laos und


die vielen schönen Eindrücke an den Flüssen machen Laos zu einem Land, das mehr Beachtung verdient hat.


Mittwoch, 12. Juli 2017

Vientiane - die Hauptstadt von Laos

Laos hat ca. 7 Millionen Einwohner und wird, vergleichbar mit China, von einer sozialistischen Einheitspartei regiert, die aber ebenfalls ihre Wirtschaftspolitik radikal geändert hat und dadurch seit 10 Jahren ein Wirtschaftswachstum von jährlich 7 % erreicht.
Die Hauptstadt und größte Stadt von Laos ist Vientiane, die wirtschaftlich boomt und dadurch wohl bald auch offiziell zur Millionenstadt wird.


Es gibt nur wenige Sehenswürdigkeiten in Vientiane und dazu gehört der That Luang, das bedeutendste buddhistische Monument in Laos. Im Vergleich zu den Tempeln in Myanmar und Thailand, ist dieser Stupa sehr schlicht gehalten, was aber irgendwie zu Laos passt, das heimlich und leise eine gute wirtschaftliche Entwicklung vollzieht und bereits Arbeitskräfte aus Vietnam und den Philippinen anzieht.



Laos war früher eine französische Kolonie und das ist die Champs-Élysées von Vientiane, die an diesem Sonntag wenig befahren war und der dazugehörige Triumphbogen "Patuxai", was übersetzt Siegestor bedeutet.



Als ehemaliger Kurzzeit-Westberliner, der am Wochenende ab und zu nach Ost-Berlin gefahren ist, haben diese Autos und das Denkmal vor dem Armeemuseum natürlich alte Erinnerungen wiederbelebt.



Der That Dam war früher vergoldet, doch die Siamesen haben 1828 das Gold geplündert, weshalb der Stupa heute schwarz ist und bald wohl von der Natur vollständig begrünt sein wird.


Etwas außerhalb von Vientiane gibt es den sogenannten "Buddha Park", der Statuen aus Hinduismus, Buddhismus und laotischer Folklore zeigt, die fast alle sehr skurril sind.




Sonntag, 9. Juli 2017

Mit dem Motorroller um die Karstberge bei Vang Vieng

Mit einem Motorroller für 6 € pro Tag sind wir um die Karstberge von Vang Vieng gefahren und mussten dabei vielen Schlaglöchern und einigen Kühen und Kälbern ausweichen.


Die Ebene zwischen den Kalksteinbergen wird durch den Anbau von Wasserreis geprägt.
Manche Felder wurden gerade für die Aussaat vorbereitet, andere


Felder wurden dagegen bereits mit den Setzlingen bestückt.


Die Kinder der Bauern, die gerade Schulferien haben, waren auch auf den Feldern. Ich habe sie nicht arbeiten gesehen, doch vielleicht ist ihre Aufgabe, die im Bild zu sehenden Reissetzlinge zu bündeln, bevor sie in das Reisfeld getragen und umgesetzt werden, denn diese Bündel habe ich gesehen.


Die Fahrt mit dem Motorroller ging auch über Holzbrücken, unter denen


manchmal Kinder gebadet und geangelt haben.


Auch wir haben gebadet, allerdings in einem der natürlichen Swimmingpools, die vergleichbar mit dem Blautopf, durch Karstquellen gespeist werden.


Um Vang Vieng gibt es zahlreiche Karsthöhlen und in einer trafen wir, wie schon bei Kanchanaburi in Thailand, auf Buddha in der liegenden Haltung kurz vor seinem Tode.


Im Bild einer der vielen frischen Bergstürze, die einem um Vang Vieng öfters begegnen, da die Niederschläge sehr hoch sind (alleine im Monat Juli fallen hier so viele Niederschläge wie in Ulm im ganzen Jahr).


Donnerstag, 6. Juli 2017

Nomxay - fantastische Aussicht auf die Karstlandschaft bei Vang Vieng

Vang Vieng ist eine kleine Stadt (ca. 25 000 Einwohner) zwischen Luang Prabang und Vientiane (der Hauptstadt von Laos), die Ausgangspunkt für Touren in die wunderschöne, von tropischen Wäldern bedeckte Karstlandschaft von Laos ist.
Es gibt dort einige Aussichtspunkte, die man besteigen kann. Unser Weg führte zufällig am Nomxay vorbei, einem Berg, dem erst in jüngster Zeit ein Aufstieg durch den tropischen Wald verpasst wurde und der eine atemberaubende 360° Sicht bietet, die für mich noch beeindruckender war als das Panorama von Nong Khiaw im Norden von Laos.

Im Bild der grandiose Ausblick nach Westen mit diesem traumhaften Inselberg in der Ebene, die durch Reisfelder geprägt ist.
https://m.youtube.com/watch?v=lFRkedZa5dc


Die Kalksteinberge um Vang Vieng sind bis zu 1400 m hoch und zeigen durch die Erosion teilweise bizarre Formen.



Noch einmal dieser Inselberg, von dessen Faszination ich mich nur schwer wieder lösen konnte.


Das Panorama nach Osten mit den vielen Reisfeldern in der Ebene war aber ebenfalls atemberaubend.
https://m.youtube.com/watch?v=20iaXzPwGAE



An den Kalksteinbergen im Hintergrund sieht man auch frische Bergstürze, die einen daran erinnern, dass auch diese großartige Landschaft vergänglich ist.


Der Abstieg vom Nomxay war wieder einmal nicht ungefährlich, da wir erneut über Felsen klettern mussten, um die Mittagszeit der Südwest-Monsun Regen gebracht hatte und der steile Abstieg durch den tropischen Wald somit feucht und glitschig war.


Auf dem höchsten Punkt des Nomxay sieht man die Aussichtsplattform, auf der wir alleine dieses Weltwunder genießen konnten.


Sonntag, 2. Juli 2017

Pha Tad Ke - erster Botanischer Garten in Laos

Beim Ausflug zum ersten botanischen Garten in Laos, der Ende 2016 eröffnet wurde, war das Langboot etwas größer und aus Teakholz.
Morgens um 9 Uhr waren wir die einzigen Gäste für die halbstündige Fahrt ab Luang Prabang flussabwärts auf dem Mekong zum ehemaligen Jagdrevier des Königs, das nun ein lehrreicher botanischer Garten ist.


Im Bild ein Mitglied der Familie der Ingwergewächse, die über 1000 Arten umfasst und von denen einige als Gewürz- und Heilpflanzen genutzt werden.


Bambus ist eine Unterfamilie der Familie der Süßgräser, die noch in verholzende und krautig wachsende Bambusarten unterteilt wird.
Es gibt ca. 370 verholzende Arten, mit denen man auch eine schöne Allee gestalten kann.


Das ist eine "Blood flower", die u.a. als Antiseptikum nach der Geburt eines Kindes und zur Fiebersenkung verwendet wird.


Bei so vielen Tempeln und Buddhastatuen in Südostasien muss es natürlich auch einen "Buddha tree" und


eine "Pagoda flower" geben, die u.a. bei Insektenstichen und Verbrennungen als Heilmittel eingesetzt wird.


Warum diese Pflanze "Elephant ear taro" heißt, blieb auch mir schleierhaft.
Sie kommt u.a. bei Malaria und Hämorrhoiden zum Einsatz, von denen ich hoffentlich weiterhin verschont bleibe.


Einen "Good luck tree" kann man immer gebrauchen.
Seine Blätter werden u.a. zur Stillung von Blutungen und bei Ekzemen verwendet.


Nachdem bei unseren Wanderungen in Laos bisher auch zwei kleine Schlangen unseren Weg kreuzten, standen wir hier vor der "Snake plant", die magische Kräfte haben soll.
Wenn ein Mensch von bösen Geistern heimgesucht wird, soll ein in Wasser zerkleinertes Blatt getrunken werden, um den Körper zu reinigen.