Mittwoch, 17. Januar 2018

Stellenbosch - das alte Südafrika der Weißen

Stellenbosch liegt ca. 50 km östlich von Kapstadt, hat etwa 80.000 Einwohner und ist umringt von Bergen und Weingütern, die hochwertige Weine für den Export herstellen.
In der Innenstadt ist Stellenbosch zurzeit eine fast ausschließlich weiße Stadt. Das mag daran liegen, dass im Dezember und Januar sehr viele Touristen aus dem Ausland und zu 99 % weiße Urlauber aus dem Inland nach Stellenbosch strömen.


Doch auch die Universität Stellenboschs, in der früher die Elite der Buren ausgebildet wurde, erscheint mir heute weiterhin überproportional von weißen Studenten besucht zu werden.
Das "Ou Hoofgebou", das alte Hauptgebäude der Universität ist nur eines von unzähligen, gut erhaltenen historischen Bauwerken in der Stadt.


Auch vor dem Café der Christen-Studentenvereinigung von Süd-Afrika waren die weißen Studenten deutlich in der Mehrzahl.


Die alten Häuser in Kapstadt waren schon grandios, doch die Anzahl der kolonialen Bauten in Stellenbosch ist überwältigend, ohne dass Stellenbosch das Flair einer Museumsstadt annimmt.


Unzählige Restaurants und Bars, in denen es sogar, neben den hervorragenden Weinen, in der Nähe gebrautes, gutes Weißbier gibt, lassen keine Wünsche unerfüllt.








Dienstag, 16. Januar 2018

Castle of Good Hope in Kapstadt

Das Castle of Good Hope ist das älteste Gebäude Südafrikas. Es wurde Mitte des 17. Jhd. errichtet.
Die Festung lag ursprünglich direkt am Atlantik und ist erst durch die Aufschüttung der Hafenbucht zu ihrer heutigen Binnenlage gekommen.
Bei einem Spaziergang auf der fünfeckigen Mauer eröffnen sich einem schöne Aussichten auf die Berge Kapstadts und die Stadt.



Die Vorführung der Handhabung einer alten und scheinbar kleinen Kanone, die allerdings nur mit einer Socke dieses Cowboys bewaffnet wurde, hat nicht nur den Kindern gefallen und hat außerdem einen Riesenkrach gemacht, der uns alle überrascht hat.



Die anderen Kanonen der Festung werden von Gänsen gewissenhaft bewacht.


Die vier Statuen an diesem Eingang in einem Innenhof erinnern an Stammesführer, die gegen die holländischen Eindringlinge erfolglos gekämpft haben.


Der Blick auf den Devil's Peak von einem Dach der Bastion, auf dem man umherschlendern konnte.



Auf diesem Podest standen früher Kanonen, die zur Begrüßung von einlaufenden und zum Abschied von auslaufenden Schiffen abgefeuert wurden.



Der Blick auf den Lion's Head und die City Hall.



Sonntag, 14. Januar 2018

Ausflug zum Kap der Guten Hoffnung

Das Kap der Guten Hoffnung liegt ca. 50 km südlich von Kapstadt und gehört ebenfalls zum Nationalpark Tafelberg. Es ist der südwestlichste, nicht der südlichste Punkt Afrikas (der ist Kap Agulhas).
Am Kap der Guten Hoffnung beginnt die früher gefährliche Passage vom Atlantik zum Indischen Ozean, da die Segelschiffe durch die starken Winde Richtung Küste getrieben wurden und dort auf die vielen Felsen knapp unter der Wasseroberfläche aufliefen.


Auf der Kap-Halbinsel gibt es auch eine Kolonie von Pinguinen, die sich mit dem Rücken zum Meer aufstellen, da der starke Wind sonst den feinen Sand in ihre Augen treiben würde.


Statt Schnee- müssen hier die Sandverwehungen von den Räumfahrzeugen beseitigt werden.


Das ist der Blick vom Kirstenbosch National Botanical Garden auf das Tafelberg-Massiv mit seinen 12 Aposteln.


Die Strände der Kap-Halbinsel sind atemberaubend, doch die Wellen des Atlantiks sind durch den starken Wind nicht ungefährlich.
Außerdem sollte man nicht zu weit hinausschwimmen, da es schon Attacken von weißen Haien gegeben hat, die allerdings ca. 60-80 m von der Küste entfernt stattfanden.










Samstag, 13. Januar 2018

Die Waterfront Kapstadts und ihre Umgebung

Die Hafenbecken Kapstadts lagen durch den Boykott des Hafens während der Apartheid weitgehend brach und wurden danach zu einem Einkaufs- und Freizeitviertel umgebaut, das nicht nur bei Touristen beliebt ist.


Neben einigen Yachten und Ausflugsschiffen wird der Hafen aber auch von Fischern genutzt und


es gibt auch Docks zur Reparatur von kleineren Frachtschiffen.


Eine Attraktion der Waterfront Kapstadts ist sein Aquarium und diese 1,80 m lange Moräne ist für mich der Star der Sammlung.



Einige alte Häuser wurden schön restauriert, wie z. B. die Elektrizitätsstation, die im Jahre 1882 das erste elektrische Licht auf den afrikanischen Kontinent brachte und heute zahlreiche Essensstände beherbergt, an denen man auch belegte Laugensemmel kaufen kann.



Die Wohnungen am Fuße des Signal Hill mit Blick auf den Atlantik und die Waterfront werden sicherlich verdammt teuer sein.


Und auch das holländische Erbe mit den Grachten wird in der Waterfront bewahrt.


Neben der Waterfront steht das Cape Town Stadium, das zur Fußball WM 2010 erbaut wurde und dessen Golfplatz ebenfalls unter der derzeitigen schweren Dürre leidet, da das Auto waschen und den Rasen sprengen von der Stadtverwaltung verboten wurden, weil Kapstadt nur noch Wasser bis Ende April hat, falls es weiterhin nicht regnet.


An der atlantischen Strandpromenade dominieren die neuen Apartments und Hotels, doch manch kleine Pension widerstand den Millionenofferten.



Freitag, 12. Januar 2018

Wanderung auf den Tafelberg Kapstadts

Die Aussicht vom Tafelberg Kapstadts ist wunderschön.
Hier sieht man die Meeresbuchten westlich des Tafelbergs und den Berg "Lion's Head".


Man kann die Eindrücke noch mehr genießen, wenn man statt der Schweizer Seilbahn die ca. 700 m Höhenunterschied von der Station auf das Plateau zu Fuß zurücklegt.



Nach einem kurzen Aufstieg geht es zunächst am Hang entlang, um zum Einstieg in eine Schlucht zu gelangen.
Im Bild sieht man im Hintergrund erneut den Lion's Head, der sich nordwestlich vom Tafelberg erhebt.




Die eigentliche Mühe des Aufstiegs beginnt dann in der Schlucht, doch man kann in zwei Stunden aufs Plateau gelangen und


hat in dieser Zeit bereits schöne Aussichten ins Tal und nette Begegnungen mit Menschen, die teilweise die Anstrengungen des Aufstiegs unterschätzt haben.
Im Hintergrund sieht man den wolkenverhangenen Gipfel des Devil's Peak.



Das ist der Blick vom Plateau nach Süden zum Kap der Guten Hoffnung.
Auf diesem Weg zum Kap erheben sich 12 weitere Gipfel über die Küste, die alle zum Tafelberg-Massiv gehören und die "12 Apostel" genannt werden.
https://m.youtube.com/watch?v=Z60pa-qMhXM&feature=youtu.be


Hier die Aussicht nach Nordwesten zum Lion's Head und zum Signal Hill, auf dem werktags um 12 Uhr eine Kanone abgefeuert wird, die man in der ganzen Stadt hören kann.
https://m.youtube.com/watch?feature=youtu.be&v=r43Z64o-JVE


Die Vegetation um die Bergstation der Seilbahn ist ebenfalls interessant, doch habe ich weiterhin keine Ahnung von Pflanzen, solange sie nicht beschriftet sind.