Donnerstag, 27. Juli 2017

Changdeokgung - UNESCO Weltkulturerbe in Seoul

Der Palast Changdeokgung ist kleiner als sein großer Bruder Gyeongbokgung, der nur einen Kilometer westlich von ihm steht, doch er ist der einzige Palast in Seoul, der zum UNESCO Weltkulturerbe zählt, da sich seine Gebäude harmonisch in die hügelige Landschaft einfügen.

Im Bild das Eingangstor zum Palast.


Der Changdeokgung wurde 1412 fertiggestellt, weil im Streit um die Thronfolge einige Morde im ersten Palast Gyeongbokgung stattgefunden hatten und dadurch die Autorität des Gyeongbokgung untergraben war.

Im Bild die Thronhalle und der Thron des Königs.



Seinen Status als Weltkulturerbe hätte der Palast aber nie ohne den "Secret Garden" erhalten, der sich nördlich der Thronhalle anschließt und den früher nur die königliche Familie mit ihren Dienern betreten durfte.


Vielleicht hätten diese beiden hübschen Koreanerinnen in ihrer traditionellen Kleidung "Hanbok" aber auch schon damals in den "Secret Garden" gedurft.


In diesem Gebäude hat der letzte koreanische Kaiser Sunjong (die Proklamation zum Kaiserreich erfolgte 1897) seine finale Amtshandlung vollzogen:
1910 unterschrieb er die Abtretung aller Souveränitätsrechte an Japan, womit Korea zu einem Teil des Japanischen Kaiserreichs wurde.


Zwei Pavillons im "Secret Garden", dessen koreanischer Name "Biwon" ist.


Dieses junge Paar hat mir erklärt, dass ihre Handzeichen die Bilder einfach lustiger machen sollen und keine Bedeutung haben.


Ein weiteres Gebäude im "Secret Garden" neben dem Teich mit Lotusblumen.


Auf diesem Foto, das offensichtlich im Herbst aufgenommen wurde und am Eingang zum Palast hängt, erkennt man unten rechts das Haupttor, in der Mitte die Thronhalle und dahinter einen Teil des 32 ha großen "Secret Garden".
Die Gebäude links von der Thronhalle dienten den Beamten zur Erledigung der Regierungsgeschäfte.
In den Gebäuden rechts von der Thronhalle wurden u.a. Sitzungen abgehalten und Porträts der verstorbenen Könige aufbewahrt.




Dienstag, 25. Juli 2017

Seoul Tower - fantastischer Ausblick auf "Little Tokyo"

Da im Großraum Seoul nur ca. 25 Millionen Menschen leben, wird er manchmal auch etwas abfällig "Little Tokyo" genannt.
Das Panorama vom Seoul Tower ist überragend, da dieser auf dem Namsan, dem Hausberg in der Mitte Seouls steht.

Hier der Blick nach Norden auf die City Seouls und die Berge des Bukhansan Nationalparks, die eine Höhe von 800 m erreichen.
https://m.youtube.com/watch?v=t2YwW37_m7A


Der Namsan ist ca. 265 m hoch und der Seoul Tower nochmal 236 m obendrauf.
Über den Namsan lief auch die 18 km lange Stadtmauer aus dem 14. Jhd., von der Reste rechts im Bild zu sehen sind.


Hier der Blick nach Süden über den Fluss Hangang, der Seoul teilt und weiter nördlich auch zum Grenzfluss zu Nordkorea wird.


Auf dem Namsan gab es früher eine Feuersignalstation (im Hintergrund zu sehen), die Endpunkt von Signalketten ab den Landesgrenzen war, um den König über den Angriff feindlicher Truppen schnell zu informieren.


Die Aussicht nach Westen und auch hier im Hintergrund kleine Berge, die Seoul in allen Himmelsrichtungen umgeben.


Auf der Aussichtsplattform im Seoul Tower gibt es natürlich Süßigkeiten für die Kinder und für mich! 😎


Der Blick nach Osten, der auch einen Teil des Namsan Parks zeigt, der schöne Wege durch den Wald bietet.


Am Fuße des Seoul Towers sind an vielen Stellen unzählige Liebesschlösser angebracht.


Das Panorama nach Nordnordost oder abgekürzt NNO für uns alte Geographen!


Diese schöne Farbkombination hat die Koreaner natürlich zum Posieren eingeladen.


Erneut die Aussicht auf die City Seouls, die in diesem Augenblick von einer großen Wolke vor der Sommerhitze beschützt wurde.


Sonntag, 23. Juli 2017

Gyeongbokgung - die strahlende Glückseligkeit Seouls

Am Ende des Mittelstreifens der Sejong, einer Straße, die von 16 auf 10 Fahrspuren zurückgebaut wurde, sieht man das Eingangstor zum 1395 fertiggestellten größten Palast Seouls, dem Gyeongbokgung, was übersetzt "strahlende Glückseligkeit" bedeutet.
Des Weiteren thront im Bild König Sejong, der im 15. Jhd. das koreanische Alphabet erschuf und die Wissenschaften stark förderte.


Natürlich wurde dieser Palast schwer bewacht, was die Koreaner aber nicht daran gehindert hat, mit den Wachen in ihrer traditionellen Tracht "Hanbok" zu posieren.


Wie bei den großen Palästen in Asien üblich, ist das riesige Areal durch weitere Mauern und Tore unterteilt.


Nach dem 3. Tor erreichte ich endlich die Thronhalle der Könige Koreas. Sie residierten hier ab 1395 ca. 200 Jahre lang, bis im Krieg gegen Japan der ganze Palast abbrannte.
Der Palast wurde erst im 19. Jhd. wieder aufgebaut, doch während der japanischen Besatzung von 1910-1945 erneut stark zerstört, da die Japaner mit diesem Vorgehen den Stolz der Koreaner brechen wollten.


Man sieht also nur Rekonstruktionen, die aber deutlich besser sind als im Mandalay Palace in Myanmar und alleine schon die vielen Koreaner in ihrer traditionellen Kleidung waren ein Augenschmaus.


In diesem Gebäude ist ein Museum für die 1895 von japanischen Agenten ermordete Königin Min eingerichtet, da diese sich für stärkere Verbindungen zu Russland engagierte, um den japanischen Einfluss in Korea zurückzudrängen.


Ein schöner Pavillon auf dem Palastgelände.


In einem Garten bin ich dann auf diese witzige Familie gestoßen.


Ein großer Pavillon, der für Feste genutzt wurde und dessen Graben als Löschwasserspeicher gedient hat, denn die Palastgebäude wurden im Winter durch eine Fußbodenheizung mit Holzkohle aufgewärmt, was dann ab und zu natürlich auch einen Brand verursachte.


Vom Palast sieht man auch die Granitberge des Bukhansan Nationalparks, der am Stadtrand von Seoul beginnt.


Samstag, 22. Juli 2017

Seoul - erste Eindrücke von der Hauptstadt Südkoreas

Seoul hat ca. 10 Millionen Einwohner und weitere 15 Millionen Südkoreaner leben um Seoul herum.
Dadurch ist dieser Ballungsraum die viertgrößte Metropolregion der Erde und der Incheon International Airport ca. 50 km vom Zentrum Seouls entfernt.
Ich musste also erstmal mit dem Expresszug für billige 6 Euro (in München habe ich 12 Euro bezahlt) in die City.

Im Bild links der Eingang zum Hauptbahnhof, in dem ich auf der 7. Ebene ankam und dessen Umgebung, trotz der Hochhäuser mit Büros und Hotels, ziemlich heruntergekommen ist, vergleichbar vielleicht mit dem Umfeld am Frankfurter Hauptbahnhof.


Seoul gehört zu den 10 teuersten Städten der Welt, doch das ist, wie immer bei Statistiken, relativ zu betrachten.
Mein einfaches Hotelzimmer kostet 28 Euro, für 4 km Taxifahrt habe ich 6 Euro bezahlt und bei McDonalds gibt es das Big Mac Menü für 5 Euro. Alles also billiger als in Ulm.

Im Bild die Bestellautomaten bei McDonalds mit bargeldloser Bezahlung.


Seoul hat das größte U-Bahn Netz der Welt und auch dieses ist sehr günstig, denn eine Fahrt über 8 Stationen hat nur 1 Euro gekostet.

Dieser Eingang zu einer Station wird durch den künstlichen Sprühregen zu einer Erfrischung bei ca. 32° im Moment, denn es ist Sommer in Südkorea.


Die neue und die alte Seoul City Hall, die 1925 von den Japanern während ihrer Besatzung Koreas gebaut und als Sitz der städtischen Regierung genutzt wurde.


Zwischen all den modernen Hochhäusern findet man in der City Seouls kaum noch alte Geschäftshäuser.


Und auch Teile der alten Befestigungsanlagen muss man suchen oder so wie ich einfach Glück haben, dass sie beim Herumschlendern plötzlich zwischen den Hochhäusern auftauchen.


Ich habe mir ein Hotelzimmer im Stadtteil Itaewon genommen, da dieser nette Gassen und Häuschen besitzt und



nachts eine der Partymeilen von Seoul ist, wobei man dafür schon einen dicken Geldbeutel braucht, da ein 0,3 l Bier zwischen 5 und 10 Euro kostet.



Mittwoch, 19. Juli 2017

Und immer wieder Bangkok

Vor dem Flug nach Südkorea war ich mal wieder ein paar Tage in Bangkok, um zu entspannen!
In Nord-Süd-Richtung bewegt man sich am besten auf dem Chao Phraya mit dem Schnellboot für 50 Cent, wie es auch viele Berufspendler machen.


Es gibt aber auch viele Kanäle (Klongs), auf denen ebenfalls Boote verkehren, die einen schneller voranbringen als jedes Taxi oder Tuk Tuk, denn
https://m.youtube.com/watch?v=k8E2ViIO9q4


insbesondere abends und morgens sind Bangkoks Straßen nichts für Ungeduldige.


Die junge Frau, die an der Seite eines dieser Boote herumspaziert, kassiert während der Fahrt je nach Strecke ab 25 Cent aufwärts und bindet das Boot auch an den Haltestellen fest.


Solche Spieße aus Gemüse und Pilzen, die mit Schinken umwickelt sind, zählen zu meinen Favoriten bei den Essensständen, die in vielen Straßen zu finden sind.


Ich habe auch die "Königin der Früchte" Durian probiert, doch wie wohl für die meisten Europäer, empfand ich ihren Geschmack als unangenehm bzw. sogar eklig. Doch getestet wird natürlich alles!
Das in Plastik verpackte Fruchtfleisch kostet ca. 10 Euro pro Portion.


An einem Sonntag haben diese Kinder in ihrer Schuluniform durch Musizieren ihr Taschengeld aufgebessert und ich habe natürlich mal wieder keine Ahnung, was das für ein Instrument ist!


An den buddhistischen Tempeln laufe ich in der Zwischenzeit genauso vorbei wie an den Kirchen in Europa, aber sie sind auch von außen sehenswert.


Die Thais dagegen finden in dem ganzen Trubel von Bangkok immer wieder Zeit, in einem Tempel oder vor einem Schrein zu beten.


Dieses alte 5 Sterne Hotel wird im modernen Bangkok durch Wolkenkratzer beschützt.


Und auch die U18 des Drittligisten Bangkok Christian College FC ist bei ihrem Training von Hochhäusern umringt.