Sonntag, 29. Oktober 2017

Ausflug auf dem Lake Malawi

Bevor die Gruppe ohne mich ihren Weg nach Nairobi fortsetzte, haben wir noch einen gemeinsamen Schnorchelausflug auf dem Lake Malawi gemacht.


Der Malawisee ist der neuntgrößte und Fischarten reichste See der Erde, wobei von den ca. 450 Fischarten die meisten Buntbarsche sind.
Das Wasser ist sehr klar und insbesondere die Inseln werden von vielen Seeadlern als Ausgangspunkt zum Jagen genutzt.


Wir haben die Seeadler vom Boot aus mit Fischen und die zu Hunderten vorkommenden Buntbarsche beim Schnorcheln mit Toastbrot gefüttert, wobei einige so gierig waren, dass sie auch ab und zu meine Finger erwischt haben.


Unser Fahrer Samy "Rasta" konnte nicht schwimmen, doch die Mädels haben ihn überredet, mit Rettungsweste am felsigen Ufer einer Insel stehend, ebenfalls ein bisschen zu Schnorcheln und die Buntbarsche zu füttern, was ihm dann auch riesigen Spaß gemacht hat.


Hinter dieser kleinen Insel in Ufernähe tauchte überraschend


eine Gruppe Christen auf, die sich am Sonntag auf den Weg gemacht hatten, Gott mit ihren Gesängen am Malawisee zu preisen.


Auf dem Rückweg zur Lodge konnten wir schließlich das Uferleben an einem Wochenende beobachten.




Freitag, 27. Oktober 2017

Cape MacLear - ein Dorf am Lake Malawi

Das Dorf Cape MacLear liegt am Lake Malawi und die Einwohner nutzen das Seeufer zum Wäsche waschen, Geschirr spülen und zur Körperreinigung.
Mit einer Länge von 560 Kilometern, einer Breite bis zu 80 Kilometern und einer Tiefe von bis zu 704 Metern ist der Malawisee einer der größten Seen im Ostafrikanischen Grabenbruch.


Das ist ein Teil der Hauptstraße des Dorfes, indem es neben den Verkaufsständen für Fleisch (natürlich ohne Kühlung), Kleidung, Souvenirs, Getränke, ein bisschen Obst und Fisch



auch mindestens zwei Schneider


und mindestens zwei Schreiner gibt, denn die hatten ihre Geschäfte jeweils an der ca. ein Kilometer langen Hauptstraße.


Die staatliche Secondary School von Cape MacLear liegt etwas außerhalb des Dorfes und dauert 4 Jahre nach 8 Jahren Grundschule. Das Schulgeld beträgt ca. 10 US-Dollar im Monat plus Lernmittel.
Kaum hatte ich das Schulgelände betreten, da wurde ich auch schon von einem Schüler angesprochen, ob ich ihn bei der Zahlung des Schulgeldes unterstützen könne, was ich aber verneinte, da man in Afrika ständig um Unterstützung für die verschiedensten Dinge gebeten wird.


Die Lehrer an der Secondary School verdienen mit ca. 230 US-Dollar im Monat nicht schlecht, denn


in den Lodges am Strand erhält eine Putzfrau ca. 30 US-Dollar im Monat (zum Vergleich: in Kenia beträgt der monatliche Mindestlohn ca. 60 US-Dollar).


Rechts im Bild ist Daniel, ein christlicher Fischer, der herzhaft gelacht hat, als wir uns über Religion unterhalten haben und ich behauptet habe, dass jeder Mensch genauso tot sein wird, wie die Sardinen auf seinen Trocknungsflächen.
Die Fischer am Lake Malawi fangen hauptsächlich die jungen Sardinen, weshalb sie auch Ärger mit der Regierung haben.


Ich habe mir zum Mittagessen einen erwachsenen Chambo Fisch für ca. 5 Euro gegönnt und zum Abendessen einen Kampango, allerdings bereits filetiert, genossen.


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Donnerstag, 26. Oktober 2017

Von Mosambik nach Malawi

Kaum hatten wir unseren Zeltplatz auf der Farm bei Chimoio (Vila Pery) verlassen, da platzte aufgrund der Hitze der nächste Reifen.
Alexandra versorgte die herbeiströmenden Kinder der Bauernhöfe mit Tennisbällen, da normale Bälle zu schnell kaputt gehen.



In Catandica mussten wir deshalb zwei weitere Ersatzreifen in dieser Werkstatt auf Felgen aufziehen lassen und


konnten bei diesem Schmied ein paar Schweißarbeiten an zwei Fahrzeugen mit seinem Schweizer Gerät durchführen lassen, für die er insgesamt 3 Euro von uns bekam.


Dieses 10jährige Mädchen verkaufte neben der Werkstatt des Schmiedes Erdnüsse für 15 Cent die Tüte. Ob sie morgens die Schule besuchte, weiß ich nicht, da sie nur portugiesisch verstand.


Ohne weitere Pannen erreichten wir schließlich in der Dunkelheit den Sambesi bei Tete und konnten morgens noch einen Blick auf den längsten Fluss Afrikas werfen, der den Indischen Ozean erreicht.


An der Grenze zu Malawi bei Zobue war wenig los, trotzdem dauerte es ein paar Stunden bis alle Formalitäten erledigt waren.
Unser Fahrer Samy "Rasta" nutzte die Pause, um seine Haarpracht zu ordnen, die auch für Michael noch ausreichen würde.


Die Landschaft war nun abwechslungsreicher mit weiteren Inselbergen und kleinen Gebirgszügen, doch


der Trockenwald bzw. die Trockensavanne blieben unsere beständigen Begleiter.


Schließlich erreichten wir noch bei Tageslicht den Lake Malawi beim Dorf Cape MacLear mit Blick auf die Thumbi West Island.



Mittwoch, 25. Oktober 2017

Camping auf einer Farm

Durch einen Schaden am Differential von Dietmars Wagen mussten wir am Eingang einer Farm unter diesem schönen Leberwurstbaum zelten.


Das ist die Frucht des Leberwurstbaums, wobei rätselhaft bleibt, wie daraus die kleinen Leberwürste im Supermarkt hergestellt werden.


Als unsere Töpfe schon brodelten, mussten die Arbeiterinnen der Farm erst noch ihr Brennholz nach Hause tragen.


Morgens zwischen 5 und 6 Uhr kamen sie zu Fuß wieder zurück zur Farm und manche, die offensichtlich weiter weg wohnten, wurden per LKW zur Arbeit gefahren.


Gegen 7 Uhr kamen dann die ersten Arbeiterinnen vom Farmhaus mit ihren Körben angelaufen, um vor der herrlichen Kulisse dieses Inselbergs die sehr scharfen Peperoni zu ernten.


Doch vor der Arbeit wurde noch ein Gruppenfoto gemacht und


eine junge Dame wollte unbedingt, dass ich sie alleine fotografiere! 😁


Diese Farm wird von Briten betrieben und war eine der wenigen Farmen, die wir auf unserem Weg durch Mosambik gesehen haben.
Die meisten Bauern in Mosambik bauen auf kleinen Feldern das an, was sie zum Überleben brauchen und verkaufen Holzkohle, um an etwas Geld zu kommen.


Die Wachmänner am Tor zur Farm nahmen unsere leeren 5-Liter-Wasserkanister gerne mit nach Hause.


Während unsere kenianischen Fahrer den Schaden am Differential behoben, diskutierte Prof. Dampflok (Andreas, ein Geographie-Professor aus Trier, der seiner E-Zigarette kaum eine Pause gönnte) den weiteren Verlauf der Tour mit Dietmar, um die verlorene Zeit wieder einzuholen.


Bisher hatten wir auf unserer Fahrt durch Mosambik nur Ziegen, Rinder und Hunde gesehen, doch am Leberwurstbaum hatte diese schöne Spinne ihr Netz gewoben und


am benachbarten Baum eine frisch geschlüpfte Heuschrecke unsere Aufmerksamkeit erregt.




Die Farm von Alexandras Großvater in Mosambik

Auf dem Weg von Chimoio (Vila Pery) nach Catandica machten wir uns anhand von alten Bildern, einer alten Karte und Satellitenbildern auf die Suche nach der Farm, die Alexandras Großvater in Mosambik leitete und auf der ihr Vater aufwuchs.
Dieser Berg im Bild war auch auf den alten Bildern vorhanden, doch


trafen wir zunächst keine Einheimischen an, die wir fragen konnten, denn


das Wohnzimmer war zwar schön dekoriert, aber menschenleer.


Schließlich kam ein Jugendlicher vorbei und


danach weitere junge Männer, doch die Farm kannten sie nicht.
Sie holten aber einen älteren Herrn herbei, der


uns zum Farmhaus führte, das nur ca. einen Kilometer von unserem Standpunkt entfernt lag.


Das Farmhaus wurde in der Zwischenzeit nur noch von einer einheimischen Bauernfamilie genutzt und war stark renovierungsbedürftig.


In diesem Raum wurden Bohnen gelagert und Dietmars Hoffnung, im Schrank noch alte Dokumente zu finden, wurde leider nicht erfüllt.


Ein weiterer Raum diente als Lager für Mais.


Nach einer Weile tauchten auch die neuen Bewohner auf, die sich mit unserem Fahrer Michael und einem der jungen Männer fotografieren ließen.