Johannesburg ist die größte Stadt Südafrikas. Sie liegt auf einer Höhe von ca. 1700 Metern und wurde erst 1886 gegründet, als hier eine Goldader entdeckt wurde, deren gigantische Ausmaße bis weit in den Süden Südafrikas und in eine Tiefe von etwa 4 Kilometern reichen.
Zahlreiche Gebäude der City von Johannesburg gehören einem der größten Bergbaukonzerne der Welt, AngloAmerican, einer britisch-südafrikanischen Firma.
Gold, Kupfer und Zinn wurden schon im ältesten südafrikanischen Königreich Mapungubwe gewonnen und dieses ca. 15 cm lange, etwa 1000 Jahre alte Nashorn aus purem Gold ist das berühmteste Zeugnis des Könnens der damaligen Goldverarbeiter.
Der Goldrausch ließ Johannesburg sehr schnell wachsen und hielt länger als erwartet an, weshalb Johannesburg zur größten Stadt der Welt wurde, die weder an einem Fluss oder am Meer liegt.
Heute leben schätzungsweise 12 Mio. Menschen im Großraum Johannesburg.
Mit solchen Stempelmühlen wurde das goldhaltige Gestein zunächst zertrümmert, dann fein gemahlen und schließlich mit Chemikalien das Edelmetall extrahiert.
Viele gelbe Berge, die aus dem Abraum der Goldgewinnung stammen, prägen auch heute noch das Stadtbild südlich der City Johannesburgs. Sie wurden begrünt, um zu verhindern, dass der Wind den Staub in die City trägt, da der durch die Chemikalien verseuchte und gelb gefärbte Abraum nicht gerade gesundheitsfördernd ist.
Johannesburg ist auch das Finanzzentrum des südlichen Afrikas und die Banken residieren natürlich in den schönsten Gebäuden der City.
Es gibt aber gleichzeitig viele leerstehende Geschäftshäuser und Wohnungen im Zentrum, was sicherlich auch eine Folge des schwachen Wachstums der südafrikanischen Wirtschaft ist.
Trotz einer Arbeitslosenquote von 25-30 % kommen viele Migranten aus afrikanischen Ländern nach Südafrika, die hier am Innenministerium für eine Arbeitserlaubnis anstehen.
Donnerstag, 1. Februar 2018
Johannesburg (Teil 2)
Der Norden Johannesburgs ist ein Meer aus Bäumen, unter denen sich die Villen der reichen Weißen verstecken, die jedoch zunehmend von wohlhabenden Muslimen und Schwarzen gekauft werden.
Im Bild sieht man auch eine neue Moschee, die in diesem Gebiet erbaut wurde.
Mehrere Privatschulen befinden sich in den nördlichen Stadtteilen, wobei diese im Bild sogar ein eigenes Schwimmbad und einen Rugby-Platz hat.
Nach dem Ende der Apartheid 1994 haben viele Weiße auch ihre Firmensitze aus der City in den Norden Johannesburgs verlegt.
Während der Apartheid durften Schwarze das Zentrum nur betreten, wenn sie dort zu arbeiten hatten.
Südwestlich der City befindet sich Soweto (South Western Townships).
Ca. 4 Mio. Menschen leben dort, wobei wir auf unserer Tour hauptsächlich die Häuser der Mittelschicht (im Bild) gesehen haben. Die selbst gezimmerten Hütten der Unterschicht aus Wellblech und die größeren Häuser der Oberschicht der Townships waren deutlich in der Minderzahl.
In den Townships von Port Elizabeth waren dagegen noch viel mehr Wellblechhütten zu sehen. Vielleicht wollte man uns diese Gebiete im riesigen Johannesburg aber einfach nur nicht zeigen!?
Zwischen dem Zentrum und den nördlichen Stadtteilen wurde neben den alten Gefängnissen, in denen auch die Rechtsanwälte Mahatma Gandhi und Nelson Mandela Haftstrafen verbüßten, das Verfassungsgericht Südafrikas gebaut.
Mahatma Gandhi lebte 21 Jahre in Südafrika und kämpfte dort hauptsächlich für die Gleichstellung seiner indischen Landsleute, die in Südafrika ähnlichen Diskriminierungen wie die Schwarzen ausgesetzt waren.
Im Vordergrund des Bildes sind die Toiletten der Gefangenen zu sehen.
Dies hier sind die ca. 2 Quadratmeter großen Isolationszellen für aufmüpfige Gefangene und gleich nebenan war ein Folterraum vorhanden.
Von den alten Gefängnissen, die sich auf einem Hügel befinden, sieht man die City Johannesburgs und im Vordergrund eine öffentliche Toilette, die von Obdachlosen in Beschlag genommen wurde.
Im Bild sieht man auch eine neue Moschee, die in diesem Gebiet erbaut wurde.
Mehrere Privatschulen befinden sich in den nördlichen Stadtteilen, wobei diese im Bild sogar ein eigenes Schwimmbad und einen Rugby-Platz hat.
Nach dem Ende der Apartheid 1994 haben viele Weiße auch ihre Firmensitze aus der City in den Norden Johannesburgs verlegt.
Während der Apartheid durften Schwarze das Zentrum nur betreten, wenn sie dort zu arbeiten hatten.
Südwestlich der City befindet sich Soweto (South Western Townships).
Ca. 4 Mio. Menschen leben dort, wobei wir auf unserer Tour hauptsächlich die Häuser der Mittelschicht (im Bild) gesehen haben. Die selbst gezimmerten Hütten der Unterschicht aus Wellblech und die größeren Häuser der Oberschicht der Townships waren deutlich in der Minderzahl.
In den Townships von Port Elizabeth waren dagegen noch viel mehr Wellblechhütten zu sehen. Vielleicht wollte man uns diese Gebiete im riesigen Johannesburg aber einfach nur nicht zeigen!?
Zwischen dem Zentrum und den nördlichen Stadtteilen wurde neben den alten Gefängnissen, in denen auch die Rechtsanwälte Mahatma Gandhi und Nelson Mandela Haftstrafen verbüßten, das Verfassungsgericht Südafrikas gebaut.
Mahatma Gandhi lebte 21 Jahre in Südafrika und kämpfte dort hauptsächlich für die Gleichstellung seiner indischen Landsleute, die in Südafrika ähnlichen Diskriminierungen wie die Schwarzen ausgesetzt waren.
Im Vordergrund des Bildes sind die Toiletten der Gefangenen zu sehen.
Dies hier sind die ca. 2 Quadratmeter großen Isolationszellen für aufmüpfige Gefangene und gleich nebenan war ein Folterraum vorhanden.
Von den alten Gefängnissen, die sich auf einem Hügel befinden, sieht man die City Johannesburgs und im Vordergrund eine öffentliche Toilette, die von Obdachlosen in Beschlag genommen wurde.
Freitag, 26. Januar 2018
Von Swellendam nach Port Elizabeth
Swellendam ist ein kleines Städtchen, das ca. 50 km vom Indischen Ozean entfernt liegt und dessen niederländisch-reformierte Kirche von den Langeberg Mountains beschützt wird, die bis zu einer Höhe von ca. 2000 Metern reichen.
Auf dem Weg zum Indischen Ozean durchquert man riesige Weizenfelder, Rinder- und Straußenfarmen und
einige kleine Siedlungen wie z. B. Heidelberg.
In Wilderness am Indischen Ozean beginnt dann die Garden Route Südafrikas, die ein ähnlich mildes Klima wie Hawaii aufweist und deshalb nicht nur bei den ausländischen Touristen sehr beliebt ist.
Über die Entstehung der zahlreichen Seen der Garden Route zwischen dem Indischen Ozean und den Bergen habe ich leider nichts gefunden.
Im Tsitsikamma Nationalpark haben einige Flüsse auf dem kurzen Weg vom Gebirge zum Meer großartige Schluchten geschaffen, die heute natürlich auch zum Bungee-Jumping genutzt werden.
https://m.youtube.com/watch?v=q3ygBubycn8
Die Garden Route wird aber nicht nur touristisch, sondern auch landwirtschaftlich genutzt, wobei ich neben diesem Maisfeld auch Gemüse- und Weinanbau gesehen habe.
In Jeffreys Bay am östlichen Ende der Garden Route sollen sich an diesem Strandabschnitt die Surfer der Welt treffen, um auf den sogenannten Supertubes zu reiten.
Bei meinem Besuch waren aber leider keine Surfer am Strand. ☹️
https://m.youtube.com/watch?v=YtFszXBY06Y
Port Elizabeth, die Millionenstadt am Indischen Ozean, ist vom Charme Kapstadts meilenweit entfernt und
hat sicherlich früher bessere Zeiten gesehen, als dieser Friedhof mit Gräbern aus dem 19. Jhd. noch gepflegt wurde.
Von den ca. 1,7 Mio. Einwohnern der Metropolregion leben etwa 500.000 in Townships unter einfachsten Bedingungen. Laut unserem Tourguide sind in den Townships ca. 60 % arbeitslos und da das Wirtschaftswachstum in Südafrika unter 1 % liegt, wird sich daran auch nichts ändern.
Auf dem Weg zum Indischen Ozean durchquert man riesige Weizenfelder, Rinder- und Straußenfarmen und
einige kleine Siedlungen wie z. B. Heidelberg.
In Wilderness am Indischen Ozean beginnt dann die Garden Route Südafrikas, die ein ähnlich mildes Klima wie Hawaii aufweist und deshalb nicht nur bei den ausländischen Touristen sehr beliebt ist.
Über die Entstehung der zahlreichen Seen der Garden Route zwischen dem Indischen Ozean und den Bergen habe ich leider nichts gefunden.
Im Tsitsikamma Nationalpark haben einige Flüsse auf dem kurzen Weg vom Gebirge zum Meer großartige Schluchten geschaffen, die heute natürlich auch zum Bungee-Jumping genutzt werden.
https://m.youtube.com/watch?v=q3ygBubycn8
Die Garden Route wird aber nicht nur touristisch, sondern auch landwirtschaftlich genutzt, wobei ich neben diesem Maisfeld auch Gemüse- und Weinanbau gesehen habe.
In Jeffreys Bay am östlichen Ende der Garden Route sollen sich an diesem Strandabschnitt die Surfer der Welt treffen, um auf den sogenannten Supertubes zu reiten.
Bei meinem Besuch waren aber leider keine Surfer am Strand. ☹️
https://m.youtube.com/watch?v=YtFszXBY06Y
Port Elizabeth, die Millionenstadt am Indischen Ozean, ist vom Charme Kapstadts meilenweit entfernt und
hat sicherlich früher bessere Zeiten gesehen, als dieser Friedhof mit Gräbern aus dem 19. Jhd. noch gepflegt wurde.
Von den ca. 1,7 Mio. Einwohnern der Metropolregion leben etwa 500.000 in Townships unter einfachsten Bedingungen. Laut unserem Tourguide sind in den Townships ca. 60 % arbeitslos und da das Wirtschaftswachstum in Südafrika unter 1 % liegt, wird sich daran auch nichts ändern.
Dienstag, 23. Januar 2018
Wilderness - das Allgäu am Indischen Ozean
Wilderness ist ein kleines Städtchen mit ca. 6000 Einwohnern am Indischen Ozean und Teil der Garden Route Südafrikas, die wegen ihres milden Klimas (die Temperaturen liegen in der Regel zwischen 10 und 30 Grad) sehr beliebt ist.
Der kilometerlange Sandstrand hat sowohl bei Sonnenschein, als
auch tags zuvor bei bewölktem Himmel seine Reize.
https://m.youtube.com/watch?v=aH19C93Ml3A
Ein paar Hundert Meter landeinwärts beginnt dann das Allgäu Südafrikas, zuerst mit einigen kleinen Seen, bevor
die Berge anfangen und
spätestens bei diesem Anblick ist die Allgäuer Illusion perfekt.
Und das alles kann man in Sichtweite zum Indischen Ozean genießen.
Einige Flüsse laden zum Kanu fahren im Garden Route Nationalpark ein, der auch um Wilderness viele Erholungssuchende anlockt und natürlich ebenfalls Wanderwege anbietet.
Das ist die alte Eisenbahnbrücke an der Flussmündung des Kaaiman in den Indischen Ozean bei Wilderness, über die heute keine Züge mehr fahren.
Wilderness ist der ideale Altersruhesitz, wenn man die Berge und das Meer liebt.
Der kilometerlange Sandstrand hat sowohl bei Sonnenschein, als
auch tags zuvor bei bewölktem Himmel seine Reize.
https://m.youtube.com/watch?v=aH19C93Ml3A
Ein paar Hundert Meter landeinwärts beginnt dann das Allgäu Südafrikas, zuerst mit einigen kleinen Seen, bevor
die Berge anfangen und
spätestens bei diesem Anblick ist die Allgäuer Illusion perfekt.
Und das alles kann man in Sichtweite zum Indischen Ozean genießen.
Einige Flüsse laden zum Kanu fahren im Garden Route Nationalpark ein, der auch um Wilderness viele Erholungssuchende anlockt und natürlich ebenfalls Wanderwege anbietet.
Das ist die alte Eisenbahnbrücke an der Flussmündung des Kaaiman in den Indischen Ozean bei Wilderness, über die heute keine Züge mehr fahren.
Wilderness ist der ideale Altersruhesitz, wenn man die Berge und das Meer liebt.
Samstag, 20. Januar 2018
Die herrliche Südküste Südafrikas (Teil 1)
Auf der Küstenstraße R44 bin ich mit einem Mietwagen gemütlich am Atlantik entlang gefahren und konnte südlich von Gordons Bay sogar ein paar Bodyboarder im Wasser entdecken.
https://m.youtube.com/watch?v=2i3vUzbGZQM
Das traumhafte Wetter hielt nicht lange an und so hatte ich an der Botrivier Lagune das Gefühl, in Europa zu sein.
Auch in meinem Tagesziel Hermanus war es sehr windig und es regnete leicht, weshalb ich für den Spaziergang auf dem Cliff Path dann doch, nach langer Zeit mal wieder, meine Jacke aus dem großen Rucksack ziehen musste.
https://m.youtube.com/watch?v=CMv2AKcE7a8
Auf dem Weg waren zahlreiche Klippschliefer mit dem Recycling der menschlichen Abfälle beschäftigt, wobei
McDonald's Tüten offensichtlich sehr nahrhaft sind.
Das ist der alte Hafen von Hermanus, der heute als Ausgangspunkt für Kajaktouren auf dem Meer genutzt wird.
Da es in Hermanus keinen Sandstrand gibt, wurde ein Teil des Atlantiks mit einer Mauer etwas gebändigt, um ein Meeresschwimmbad zu schaffen, dessen Benutzung allerdings auf eigene Gefahr geschieht.
https://m.youtube.com/watch?v=2i3vUzbGZQM
Das traumhafte Wetter hielt nicht lange an und so hatte ich an der Botrivier Lagune das Gefühl, in Europa zu sein.
Auch in meinem Tagesziel Hermanus war es sehr windig und es regnete leicht, weshalb ich für den Spaziergang auf dem Cliff Path dann doch, nach langer Zeit mal wieder, meine Jacke aus dem großen Rucksack ziehen musste.
https://m.youtube.com/watch?v=CMv2AKcE7a8
Auf dem Weg waren zahlreiche Klippschliefer mit dem Recycling der menschlichen Abfälle beschäftigt, wobei
McDonald's Tüten offensichtlich sehr nahrhaft sind.
Das ist der alte Hafen von Hermanus, der heute als Ausgangspunkt für Kajaktouren auf dem Meer genutzt wird.
Da es in Hermanus keinen Sandstrand gibt, wurde ein Teil des Atlantiks mit einer Mauer etwas gebändigt, um ein Meeresschwimmbad zu schaffen, dessen Benutzung allerdings auf eigene Gefahr geschieht.
Die herrliche Südküste Südafrikas (Teil 2)
Für den fehlenden Sandstrand in Hermanus wurde ich im Walker Bay Nature Reserve mehr als entschädigt und da gerade Nebensaison ist, war ich auch ganz alleine im Sand und auf den Felsen unterwegs.
https://m.youtube.com/watch?v=ptbTvBbLJOA
Im Südwesten Südafrikas dominieren die Fynbos-Pflanzen das natürliche Landschaftsbild, wobei von den ca. 8500 Arten etwa 6000 nur in Südafrika vorkommen.
Da an diesem traumhaften Strand die Dünen nicht so hoch waren wie in der Namib Wüste, habe ich wenigstens hier die höchste Düne bestiegen! 😀
Die Küste im benachbarten De Kelders wird dann wieder von wunderschönen Felsformationen geprägt.
https://m.youtube.com/watch?v=ptbTvBbLJOA
Im Südwesten Südafrikas dominieren die Fynbos-Pflanzen das natürliche Landschaftsbild, wobei von den ca. 8500 Arten etwa 6000 nur in Südafrika vorkommen.
Da an diesem traumhaften Strand die Dünen nicht so hoch waren wie in der Namib Wüste, habe ich wenigstens hier die höchste Düne bestiegen! 😀
Die Küste im benachbarten De Kelders wird dann wieder von wunderschönen Felsformationen geprägt.
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